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Ausgleich von Kationenüberschuss oder Mangel

Weist das Ergebnis Ihrer Bodenuntersuchung ein Missverhältnis der einzelnen Kationen zueinander auf, gilt es diese Fehlkonstellation zu beseitigen.

Grundlage sind die Empfehlungen, die aus der Bodenuntersuchung hervorgehen. Es gibt dabei acht unterschiedliche Varianten, die in Bezug auf die Kationen Kalzium, Magnesium und Kalium zu betrachten sind.

Natrium Kationen sind zwar ebenfalls am Sorptionskomplex beteiligt, lassen sich aber ausschließlich separat zuführen und müssen daher gesondert betrachtet werden.

Ziel sollte es sein, den Ausgleich der Kationenverhältnisse in möglichst wenigen Arbeitsschritten und betriebswirtschaftlich sinnvoll herbeizuführen.

Das Spower® Produktportfolio zum Ausgleich von Kationenüberschüssen oder Defiziten gliedert sich daher in drei unterschiedliche Kategorien:

  • Fokus Magnesium Mangel
  • Fokus Kalium Mangel
  • Fokus Kalzium Mangel

Über diese drei Kategorien lassen sich alle Varianten zum Kationenausgleich abdecken und Überfahrten reduzieren.

Die Korrektur von Natrium Mangel muss immer über eine separate Gabe (zur Gülle oder im Streuer) von Natursalz erfolgen.

Idealerweise werden bei der Richtigstellung der Kationenverhältnisse auch Mikronährstoff Defizite in einem Arbeitsgang reguliert. Die Auswertung von hunderten Bodenuntersuchungen zeigt den aktuellen Zustand der Mikronährstoffversorgung der Böden.


Mikronährstoff

% Anteil der Böden im Mangel​

Bor

99 %

Schwefel

98 %

Molybdän

97 %

Selen

96 %

Zink

75 %

Kupfer

52 %

Kobalt

47 %

Mangan

16 %

Eisen

13 %


Ergänzt werden die auf Kationenausgleich zugeschnittenen Produkte daher um die hauptsächlich im Mangel stehenden Mikronährstoffe. Hierzu gibt es zwei Kategorien:

  • Spower®Dünger +         Kationenausgleich ergänzt um Bor, Molybdän und Kobalt
  • Spower®Dünger ++       Kationenausgleich ergänzt um Bor, Molybdän, Kobalt und Zink

Die Mengenverhältnisse der Nährstoffe innerhalb der Produkte spiegeln die durchschnittlich empfohlenen Nährstoffmengen aus der Bodenuntersuchung wieder.

Anmerkung zu ++ Düngern: Bei einem Zinkgehalt kleiner 4 ppm in der Bodenuntersuchung wird empfohlen eine separate Zinkdüngung mit Zinksulfat vorzunehmen, um den Mindestvorrat von 6 ppm sicher zu erreichen.

Mit dieser Gliederung ist es möglich, einen Großteil der aus den Bodenuntersuchungen aufgezeigten Defizite zu korrigieren.

Dieser Umstand erlaubt es, die gängigsten Kombinationen der in einer Bodenuntersuchung festgestellten Mängel mit einer Überfahrt pro Jahr, verteilt auf zwei bis drei Jahre, auszugleichen.

Der Ausgleich von Kupfer, Eisen und Mangan erfolgt, falls überhaupt erforderlich, über speziell dafür bereitgestellte
Spower® Dünger
.

Fokus Magnesium im Sorptionskomplex

Bei Magnesium Mangel im Sorptionskomplex wird in der Bodenuntersuchung der Einsatz von Kieserit und / oder Dolomitkalk empfohlen. Magnesiummangel kann mit Kalium- und Kalziummangel einhergehen. Für alle Varianten stehen Lösungen zur Verfügung.

Spower®Mag Dünger enthalten Magnesiumsulfat, Spower®VitalMag Dünger enthalten neben Magnesiumsulfat auch Magnesiumcarbonat und Kalzium.

Entscheidend für die Wirksamkeit ist aber der hohe Schwefelanteil, ohne den ein Magnesiumausgleich nicht gelingt.

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

 

 

Magnesium

x

Kieserit

Kalium

 

 

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

 

 

Magnesium

x

Kieserit

Kalium

x

Kaliumsulfat

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

x

Ca-Kalk / Gips

Magnesium

x

Kieserit / Dolomit

Kalium

 

 

Magnesium-, Kalzium- und Kaliummangel

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

x

Ca-Kalk / Gips

Magnesium

x

Kieserit / Dolomit

Kalium

x

Kaliumsulfat

Selten sind Magnesium, Kalzium und Kalium im Mangel. Bezeichnenderweise äußert sich dies durch einen extrem niedrigen pH-Wert. Der pH-Wert des stark versauerten Bodens sollte erst durch Kalkung (Ca-Kalk und Magnesiumkalk) in einen akzeptablen Bereich angehoben werden. Erst dann sind weitere Schritte, z.B. in Richtung Mikronährstoffausgleich sinnvoll.


Fokus Kalium

In ca. 80% der betrachteten Bodenuntersuchungen wird eine Kalium-Düngung empfohlen. Der Kalium Ausgleich kann, falls vorhanden, über kaliumreichen Wirtschaftsdünger erfolgen. Reicht der Wirtschaftsdünger zum Kaliumausgleich nicht aus, muss Kalium von außen zugeführt werden.

Neben Bor, Molybdän und Zink ist häufig auch Phosphor und Schwefel m Mangel. Entsprechende Spower® Dünger stehen bedarfsgerecht zur Verfügung.

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

 

 

Magnesium

 

 

Kalium

x

Kaliumsulfat




Bei Kaliumfixierung (Ca plus Mg über 88%)

Kaliumfixierung erkennt man in der Bodenuntersuchung an einem Kalium Anteil im Sorptionskomplex < 2%. Gleichzeitig liegt der Ca++ und Mg++ Anteil in Summe bei ca. 88 - 90% oder höher. Die Folge ist ein pH-Wert der teilweise erheblich höher als 7 ist.

Das vorhandene Kalium ist in solchen Fällen nicht pflanzenverfügbar, es ist an den Kolloiden fixiert.

Um die Situation zu lösen, muss der Ca++ und Mg++ Anteil im Sorptionskomplex verringert werden, der Kaliumanteil ist zu erhöhen. Erreicht wird dies über die Düngung von viel Elementarschwefel und Kaliumsulfat. Der Schwefel senkt den pH-Wert und wäscht die überschüssigen Mg++ und Ca++ Kationen aus. Die Mg++ und Ca++ Anteile verringern sich, der Kaliumanteil steigt und die Fixierung des vorhandenen Kaliums löst sich.

Spower Elementarschwefel und Elementarschwefel mit Bor

Schwefeldünger mit zwei Bor-Formen (Dinatriumtetraborat und Kalziumborat).

Dinatriumtetraborat ist wasserlöslich und hat damit eine sehr hohe Wirkgeschwindigkeit. Das zusätzlich verwendete Kalziumborat wirkt langsam und ist nicht auswaschbar. Damit sinkt die Auswaschungsgefahr, die Pflanzenverfügbarkeit ist über einen sehr langen Zeitraum dosiert sichergestellt.

Der verwendete Elementarschwefel ist granuliert und hat eine sehr schnell Zerfallsrate bei Wasser Zugabe. Die Granulate lösen sich innerhalb von wenigen Stunden vollständig auf, bilden damit eine große Oberfläche und sind somit erheblich schneller durch Thiobakterien zu Schwefelsulfat abbaubar als bei herkömmlichen Elementarschwefel Düngern.

 

Kalium- und Kalziumempfehlung

Wird im Ergebnis der Bodenuntersuchung Ca-Kalk / Gips zusammen mit Kaliumsulfat empfohlen, ist häufig der Magnesiumanteil im Boden sehr hoch. Dadurch besteht die Gefahr einer Kaliumfixierung. Um den Magnesiumanteil zu reduzieren, muss der Anteil an Kalzium- und Kaliumkationen erhöht und das Magnesium mit Hilfe von Schwefel ausgeleitet werden.

Dies kann über die Gabe von Ca-Kalk / Gips und Kalisop erfolgen, oder in einer Überfahrt mit den Spower®Vital Düngern. Dabei wird neben dem Kationenausgleich parallel ggf. vorhandener Bedarf an Bor, Molybdän, Kobalt und Zink abgedeckt.

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

x

Ca-Kalk / Gips

Magnesium

 

 

Kalium

x

Kaliumsulfat

Fokus Kalzium

Zwei Spower® Produktfamilien ergänzen die Zufuhr von Kalzium über Ca-Kalk oder Gips. Sie unterscheiden sich vornehmlich durch das Schwefel : Kalzium Verhältnis. Die Spower®Vital Familie stellt ein weites, die Spower®BioAktiv Familie ein enges Schwefel : Kalzium Verhältnis zur Verfügung. Beide Produktfamilien sind auch mit den am häufigsten im Mangel befindlichen Mikronährstoffen Bor, Molybdän, Kobalt und Zink verfügbar.

Kationen

Mangel

BU-Empfehlung

Kalzium

x

Ca-Kalk / Gips

Magnesium

 

 

Kalium