Bei zu hohen Magnesium Werten im Sorptionskomplex

Zu viel Magnesium im Sorptionskomplex stört das physikalische Gleichgewicht im Boden. Die Auswirkung ist Staunässe durch Bodenverdichtungen.

Um den Magnesiumanteil zu verringern, ist es erforderlich Kalziumsulfat zusammen mit Elementarschwefel zu düngen. Über den Gips wird Kalzium und Schwefelsulfat zugeführt. Schwefelsulfat geht mit Magnesium eine wasserlösliche Verbindung ein, das Magnesium wird somit auswaschbar. Der Kalziumanteil von Gips und Kreidekalk wird benötigt, um das entfernte Magnesium am Kolloid zu ersetzen und den Boden poröser zu machen, damit eine Auswaschung erfolgen kann.

Der Elementarschwefel erhöht den H+ Kationen Anteil, gleicht Schwefelmangel aus und unterstützt den Auswaschvorgang des überschüssigen Magnesiums. 



Hohe Kalzium- und pH-Werte

Zu viel Kalzium im Sorptionskomplex führt zu sehr hohen pH-Werten und macht den Boden zu porös. Nährstoffe werden kaum mehr gespeichert und fließen mit der Bodenlösung ab. Um den pH- und Kalzium Wert zu senken ist eine hohe Elementarschwefel Gabe erforderlich.

Beim mikrobakteriellen Abbau von Elementarschwefel werden H+ Kationen freigesetzt, die den pH-Wert senken bzw. den H+ Mangel im Sorptionskomplex ausgleichen. Über den dabei entstehenden und im Gips enthaltenen Sulfatschwefel wird das überschüssige Kalzium über die Bodenlösung ausgewaschen und Schwefelmangel ausgeglichen.

Durch anfänglich fehlenden H+ Kationen ist pflanzenverfügbares Kalzium am Kolloid gebunden. Deswegen ist in der Übergangsphase eine Kalziumentzugsdüngung von Vorteil.

Hohe pH-Werte blockieren den Phosphorvorrat im Boden. Erst bei Absenkung des pH-Wertes wird Phosphor pflanzenverfügbar.

Magnesium Unterversorgung im Sorptionskomplex

Weist Ihre Bodenuntersuchung Magnesiummangel aus, ergänzen Sie den Magnesiumanteil über die Gabe von Magnesiumsulfat (schnell wirkend) und Magnesiumcarbonat (langsam wirkend) zusammen mit der Gabe von Elementarschwefel.

Der Elementarschwefel erhöht den H+ Kationen Anteil, gleicht Schwefelmangel aus und unterstützt den Auswaschvorgang der Kationen, die sich im Sorptionskomplex im Überschuss befinden.

Magnesium + Kalium Unterversorgung

Spower®BioMagK entspricht einem um Kaliumsulfat ergänzten Spower®BioMag. Das Anwendungsgebiet ist definiert durch die Ergebnisse Ihrer Bodenuntersuchung. Ihr Vorteil liegt in der Vereinfachung der Ausbringung (nur eine Überfahrt).

Beiden Düngern ist Bor zugesetzt, da die Böden mit Magnesium- oder Kaliummangel nahezu ausnahmslos Bormangel aufweisen.

Kalium Unterversorgung

Spower®BioKali  verwenden Sie bei Kalium Unterversorgung im Sorptionskomplex. Auch hier ist Elementarschwefel beigefügt, um die Kationen im Überschuss über die Bodenlösung auswaschen zu können.